1200 Jahre Steinbach: die Chronik
von Dr. phil. Fritz Krause

Sie lesen hier einen längeren Auszug aus der tabellarischen Chronik (bis 1958). Beachtenswert ist, daß der Autor sich nicht auf die Wiedergabe der lokalen Ereignisse beschränkt, sondern diese in das geschichtliche Umfeld eingebettet hat.

Zeit:

Fakt:

 

 

789 (14.9.)

Schenkung der ,marca steinbach' an das Benediktinerkloster Lorsch

 

 

1285 - 1418

St. unter der Herrschaft der Grafen von Falkenstein

1350

Verkauf St. an das Kronberger Rittergeschlecht

1389 (11. - 14.5.)

Schlacht bei Steinbach/Kronberg

1418 - 1535

St. unter der Herrschaft der Grafen von Eppstein-Königstein

 

 

1501 - 1508

Schultheiß Hans Peter aus St. in Frankfurt/M. vor Gericht. Steinbach verweigerte die Lieferung von Korn an Frankfurter Bäcker

1517 (31.10.)

Luthers Thesenanschlag. Beginn der Reformationsbewegung

1524

Beginn des deutschen Bauernkrieges

1526

Reformation in Hessen durch Philipp den Großmütigen

1535 - 1578

St. gehört nunmehr zum Herrschaftsbereich der Grafen Stollberg-Königstein

1537

Errichtung der St. Georgskapelle in Steinbach; älteste (als evangelische gebaute) Kirche Deutschlands

1549

Bornhohl 7 urkundlich erwähnt als Schultheißenamt;

1551

Bornhohl 1 - Älteste Dorfschänke und zugleich urkundlich erwähnt als ,Bülisches Haus' - heute Gasthaus „Zum goldenen Stern"

1578

Verpfändung St. an die Grafschaft Hanau.

1575 - 1785

St. wird an Philipp Ludwig von Hanau verkauft und gehört von da an endgültig zur Grafschaft Hanau- Münzenberg

 

 

1618-1648

Dreißigjähriger Krieg

1622

Die evangelische Kirche erhält ihre erste Glocke - die St. Georgsglocke

1628

Erstmalig die „Bütt" als Viehtränke urkund­lich erwähnt

1648

Von den 103 Einwohnern (1618) St. überleben nur 18 den Dreißigjährigen Krieg

1648

Einigungsvertrag über die Selbständigkeit von Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt

 

 

1701

Preußen wird Königreich unter Friedrich I.

1754

Das Dorf zählt 312 Einwohner - das sind 65 Familien

1785 - 1803

St. gehört in diesem Zeitraum zur Grafschaft Hanau, dann von 1803 bis 1806 zum Fürstentum Hanau.

 

 

1806 bis 1810

wird das Dorf von der französischen Besatzung verwaltet

1809

Aufteilung der Kronberger Mark. St. erhält den Gipfel des Altkönigs und die Loshecke zugeteilt

1810 (18.11.)  

St. wird Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt

1811

Gründung der ,Sonntagsschule' als Möglichkeit der gewerblichen Fortbildung

1813

Aufteilung der Hohe Mark. St. erhält den Heidewald

1828

Gründung des Arbeiter-Kranken-Unterstützungsvereins im Dorf

1834 (29.8.)

Pfarrer Diebelhausen berichtet über St. als einer „Gemeinde mit über 500 Seelen und einer Schule, die gegen 100 Schüler zählt". Ankauf der Stumm-Orgel

1837

Bau der Schule in der Eschborner Straße 17. Amtszeit des Lehrer Kromm, Johannes

1841

Gründung des ,Steinbacher Sängerbundes' aus dem Zusammenschluß der ,Sonntagsschule' (1813) und dem ,Arbeiter-Kranken-Unterstützungsverein' in der Gaststätte „Zum Taunus"

1846

St. erhält das Jagdrecht

1848/49

Bürgerliche Revolution in Frankreich, Österreich, Ungarn und Deutschland

1848

Herausbildung von Gewerkvereinen

1848 (18.5.)

Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche

1850

Steinbach erhält erstmals einen eigenen Pfarrer

1861 - 1888 

Wilhelm I. Preußischer König

1862

Otto von Bismarck wird Ministerpräsident von Preußen

1863 (23.5.)     

Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) durch Ferdinand Lassalle

1866

Krieg zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland. Sieg Preu­ßens. Hessen stand an der Seite Österreichs.

1866

Das Taunusgebiet wird als Ergebnis des Krieges preußisch. Nur St. bleibt auf Eingabe der Gemeinde (Initiative des Lehrers Kromm) bei Hessen und wird zu einer Enklave

1869

Bornhohl 7 - Eröffnung der Gaststätte „Zum Taunus" - vormals ab 1549 Schult­heißenamt

1869 (7.8.) 

Eröffnung des Allgemeinen  Deutschen Arbeiterkongresses in Eisenach und Grün­dung der Sozialdemokratischen Arbeiter­partei (SDAP)

1870

Die Gemeinde zählt jetzt 670 Einwohner. Davon arbeitet ein Drittel in der Landwirtschaft. Dann ist ein weiteres Drittel in Frankfurter Metallbetrieben beschäftigt und das letzte Drittel in der Bauwirtschaft tätig.

1870/71

Deutsch-französischer Krieg. Er endet mit einem Sieg Preußens über Frankreich

1871 (18.1.) 

Gründung des Deutschen Reiches in Versailles mit Wilhelm I. als deutschem Kaiser. Otto von Bismarck wird Reichskanzler

1870 - 1872

"Gründerzeit in Deutschland"

1873

Das Dorf kommt durch eine neue Gebietseinteilung zum Landkreis Offenbach

1875

Vereinigung des ADAV und SDAP zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands in Gotha

1877

Gründung des ,Sängerbundes Teutonia' in St.

1878 - 1890 

Sozialistengesetz in Deutschland

1878 (10.10.)

Erwähnung des Vereins „Kerweborsch" im Frankfurter Anzeiger

1881

Bornhohl 2 - bis 1966 Bürgermeisteramt und zugleich bis 1910 Schule

1883 (9.4.) 

Gründung des (wahrscheinlich sozialdemokratischen) Wahlvereins im Dorf

1884

Der sozialdemokratisch gesinnte Lehrer Leonhard Ditter wird aus dem Dorf auf Anweisung der Behörde in Offenbach nach dem Odenwald ausgewiesen

1885

Turnverein ,Vorwärts' in St. gegründet

1886

St. hat nun 700 Einwohner

1886 (14.11.) 

Sozialdemokratische Versammlung in St.

1886 (6.12.)

Ausrufung des “Kleinen Belagerungszustandes” im Landkreis Hanau

1889

Gründung der Turngesellschaft' in St.

1896 (1.5.)

Mai-Kundgebung mit rd. 600 Teilnehmern im Dorf

1897 (1.5.)

Errichtung einer Zahlstelle der Bauarbeiter in St.

1897

Zusammenschluß der ,Kerweborsche' mit Teilen des Sängerbundes Teutonia' zum Gesangverein ,Männerquartett'

 

 

1905 (18.5.)

Gründung des Radfahrvereins ,Wanderlust' im Gasthaus ,Zum Adler'

1909 (August)

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in St. durch 25 Einwohner mit Karl Wilhelm Hein­rich als Kommandant

1914 - 1918 

Erster Weltkrieg

1917 (8.4.) 

Gründung der USPD in Gotha

1918 (3.10.) 

Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann (beide SPD) treten in die Regierung ein

1918 (3.11.)

Matrosenaufstand in Kiel. Ausbruch der Novemberrevolution und Zusammenbruch der Monarchie

1914 - 1918

St. beklagt 29 gefallene und vermißte Solda­ten durch den ersten Weltkrieg

 

 

1918 (16.11.) 

Der Gemeindevertretung St. wird auf einer öffentlichen Volksversammlung bei der Wahl eines Arbeiter- und Bauernrates ein Mißtrauensvotum erteilt

1919 - 1924 

Besetzung des Dorfes durch französische Truppen. Die versuchte Eingemeindung St. nach Frankfurt (als neutrale Zone) scheitert

1919

Abschluß des ersten Weltkrieges durch den Friedensvertrag von Versailles

1919 (23.11.)

Gemeindevertreterwahlen: USDP = 195 Stimmen (5 Sitze); MSDP = 167 Stimmen (4 Sitze); Bürgerliche Parteien (Haus- und Grundstücksverein) = 133 Stimmen (3 Sitze)

1919 (23.11.)

Die Gemeindevertreterversammlung wählt Karl Molitor (MSDP) zum Bürgermeister des Dorfes

1920 (1.5.) 

Mai-Feier von USDP/MSDP

1920 (Dez.) 

St. zählt 1045 Einwohner

1921 - 1950 

Tätigkeit des Lehrers Pauli in St.

1921 (20.5.)

Zusammenschluß der beiden Arbeitergesangsvereine ,Sängerbund Teutonia' und »Edelstein' zur ,Freien Sängervereinigung Steinbach a.T.' im „Darmstädter Hof"

1923 (10.6.)

Die evangelische Kirche errichtet für die im ersten Weltkrieg aus dem Dorf gefallenen Soldaten ein Denkmal

1923

Bildung eines ,Sport- und Kulturkartells' als Dachverband der örtlichen Vereine

1924

Gründung des Arbeiter-Samariterbundes in St.

1924

Gründung des Kerbeburschenvereins ,Gut Schluck'

1924

Bildung eines Frauenchors mit 40 Sängerinnen in der Freien Sängervereinigung

1928 (28.8.) 

Die Gemeinde bleibt trotz Versuche der Gemeindevertretung, diesen Zustand zu beenden, eine Enklave

1929 (Juli) 

Gründung der faschistischen NSDAP im Dorf

1930 (14.9.)

Die örtliche SPD erhält mit 411 Stimmen bei den Reichstagswahlen die absolute Mehrheit

1930 (1.11.)

Gründung der „Schützengesellschaft 1930 Steinbach" im Gasthaus „Zum Schwanen"

1931

Errichtung einer Turnhalle

1931 (15.11.)

Wahlen zum Hessischen Landtag: SPD = 233 Stimmen; KPD = 195 Stimmen; NSDAP = 97 Stimmen

1932 (März)

Gründung der faschistischen SA (Sturmabteilung) in der Gemeinde

1932 (April)

Rund 70 Prozent der erwerbsfähigen Personen des Dorfes sind arbeitslos. Der Bürgermeister spricht zum Pfarrer von 80 Prozent

1932 (2.4.)

Bildung einer Frauenabteilung bei den Freien Turnern

1932 (31.7.)

Reichstagswahlen: von 732 gültigen Stimmen erhält die SPD = 47,5%, die KPD = 20% und die NSDAP = 28%

1933 (20.1.)

Letzte Sitzung der Gemeindevertretung in der Weimarer Republik. Es sind anwesend foplgende Gemeindevertreter: Ph. Gutfleisch, Kaspar Braunroth, Wilhelm Hirdt, Johann Gissel, Karl Feuerbach, Johann Becker, Karl Hoffmann, Friedrich Ramig, Ludwig Weber.
Die Gemeindevertretung stimmt dem Gesuch der Landwirte auf Überlassung von Holz vom Altkönig zum Selbstkostenpreis zu.

 

 

1933 (30.1.)

Adolf Hitler (NSDAP) wird Reichskanzler. Der Faschismus übernimmt damit die Macht in Deutschland

1933 (Februar)

Ermächtigungsgesetz wird verabschiedet. Dieses ermöglicht die Umwandlung der Republik zur Nazidiktatur

1933 (23.5.) 

Die SPD und KPD werden von der NSDAP "auf Dauer" aus der Gemeindevertretung verwiesen

1933 (15.5.) 

Die Nazis im Dorf lösen 16 Vereine, Verbände und Parteien auf. Die SPD und KPD werden verboten und verfolgt. Der ADGB (Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund) wird zur „Deutschen Arbeitsfront" gleichgeschaltet

1934 - 1939

Bildung von faschistischen Vereinigungen im Dorf

1937 (28.6.)

Kreisleiter Wehs, Beauftragter der NSDAP, schlägt Friedrich Lorey zum ehrenamtlichen Bürgermeister vor

1937 (16.8.)

Die Gemeindevertretung spricht sich für den Verkauf von Grundstücken des Heidewaldes an das Luftkreiskommando in Münster für militärische Zwecke aus

1938 (10.1.)

Die Gemeindevertretung „nimmt Kenntnis davon, daß die Turnhalle der Gemeinde übereignet werden soll"

1938 (9.11.)

„Reichskristallnacht". Grausame Verfolgung des Judentums durch die Nazi-Diktatur

1939 (1.9.) 

Ausbruch des zweiten Weltkrieges durch den Überfall Deutschlands auf Polen. Frank­reich und Großbritannien erklären Nazi-Deutschland den Krieg

1939 (30.6.)

Der Landrat „ernennt den Pg. Groß als Bürgermeister von Steinbach. Die Vereidigung wird umgehend vorgenommen"

1939 (20.7.)

Die Gemeindevertretung beschließt die Umbenennung des Freien Platzes in Adolf Hitler Platz und der Bahnhofstraße in Hermann-Göring-Straße

1941 (22.6.)

Angriff Deutschlands gegen die Sowjetunion

1942 24./25.8.)

Bombenabwurf auf St. Vernichtung zahlreicher Häuser und Stallungen durch Brand- und Sprengbomben. Zerstörung der Schule in der Gartenstraße

1943 (20.4.)  V

Verhaftung von Josef Schwarzschild als Bürger von St. durch die Gestapo. Er stirbt angeblich im Dezember 1943 durch „Herz­versagen" im KZ Auschwitz

1943 (1.7.) 

Die Gemeinde St. wird durch Erlaß des Reichsministers für Justiz dem Amtsge­richtsbereich Frankfurt/M. angegliedert

1944 (30.1.) 

Erneuter Bombenangriff auf das Dorf. Die Gemeinde beklagt 13 Tote in der Kirchgasse

1944

Einrichtung eines Massenlagers für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter in St. Das sog. Italiener- Kommando wird in der Turnhalle und das sog. Russenkommando auf dem alten Sportplatz untergebracht

1945 (29.3.). 

US-amerikanische Panzer besetzen das Dorf

1945 (1.4.)

Führende Mitglieder der NSDAP werden nach Höchst abgeführt. Andere aktive Nazis werden zu Aufräumungsarbeiten ver­pflichtet

1945 (8.5.)

Bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands in Berlin-Karlshorst. Ende des zweiten Weltkrieges und der Nazi-Diktatur.

1939 - 1945

St. beklagt 58 im Krieg gefallene Soldaten und Vermißte sowie das Leben von 16 Zivilisten

 

 

1945 (17.7. - 2.8.)

Konferenz der USA, UdSSR und Groß-Britanniens in Potsdam (Potsdamer abkommen)

1945 (Sept.)

Gründung des Touristenverein "Die Naturfreunde" in Steinbach

1945 (6.10.)

Gründung der SPD in Steinbach. Heinrich Schott wird Bürgermeister

1945 (4.12.)

Gründung der KPD in Steinbach

1945

Gründung der FDP-Ortsgruppe in Steinbach

1945 (16.4.)

Alle männlichen Personen von 15-60 Jahre werden vom Gemeinderat zum Arbeitseinsatz aufgerufen. Steinbach zählt 1492 Einwohner

1945 (1.5.)

Der Gemeinderat beschließt die Vergabe von 1 rm Brennholz pro Haushalt

1945

Gründung des Fußballvereins "Spielvereinigung"

1946 (2.1.)

Die SPD verliest im Zusammenhang mit der Entnazifizierung die Mitgliederliste der NSDAP in Steinbach öffentlich

1946 (27.1.)

Erste Gemeindevertreterversammlung nach Kriegsende. Es erhalten: SPD = 491 Stimmen (69%); LDP = 148 Stimmen (21%); KPD = 75 Stimmen (15%). Sitzverteilung: 6 Sitze SPD, 1 Sitz LDP. Kaspar Braunroth (SPD) wird Bürgermeister

1946 (9.2.)

Gründung der Sängervereinigung in Steinbach

1946 (26.2.)

Gründung des Arbeiter- und Kraftfahrerbundes (Solidarität)

1946 (30.3.)

Vereidigung des neuen Bürgermeisters Kaspar Braunroth (SPD) im Gemeinderat

1946 (28.4.) 

Wahlen zum Kreistag: SPD = 460 Stimmen; LDP = 124 Stimmen; KPD = 79 Stimmen, CDU = 345 Stimmen

1946 (1.5.)

Maifeier in St. Erste öffentliche Veranstaltung in St. nach dem Krieg

1946 (30.6.) 

Wahlen der Gemeindeparlamente: SPD = 419 Stimmen; LDP = 122 Stimmen; KPD = 81 Stimmen; CDU = 57 Stimmen; AP = 27 Stimmen

1946 (1.12.)   

Wahlen zum Landtag und Abstimmung über die Hessische Verfassung: SPD = 519 Stimmen (63,7%); LDP = 132 Stimmen (16,2%); KPD = 119 Stimmen (14,6%); CDU =   45 Stimmen (5,5 %). 76,8 Prozent der hessischen Wahlberechtigten stimmten für die Annahme der Hess. Verfas­sung. 72 Prozent stimmten für die Sofortsozialisierung - § 41

1946 (22.7.) 

Zusammenfassung der sechs zugelassenen Vereine St. in einem neugegründeten „Sport- und Kulturkartell"

1947 (1.4.)

Steinbach wird zur Gemeinde im Obertaunuskreis

1947

Von den 1400 Einwohnern St. sind 575 in Handwerks- oder Industriebetrieben beschäftigt, 341 arbeiten in häuslichen Diensten oder selbständigen Berufen, 195 sind Landwirte, 152 arbeiten im Handel oder beim Verkehr, 137 sind Beamte und Ange­stellte

1948

Gründung der Arbeiterwohlfahrt

1948 (2.4.)

Wahlen zur Gemeindevertretung: SPD = 56 Prozent und LDP (spätere FDP) = 38 Prozent

1948

Wiederwahl Kaspar Braunroth (SPD) zum ehrenamtlichen Bürgermeister von St.

1948 (12.9.) 

Gründung der Zahlstelle des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands. Vorsitzen­der wird Konrad Gissel (1948 bis 1967)

1949 (14.8.) 

Wahl zum ersten Deutschen Bundestag. Regierunskoalition von CDU, CSU FDP, DP. Konrad Adenauer (CDU) wird Bundeskanzler

1949 (27.8.) 

Einrichtung der Zahlstelle der Gewerkschaft Bau-Steine-Erden

 

 

1950

St. zählt 1400 Einwohner

1951 (3.10.) 

Neugründung des Schützenvereins im „Zum Schwanen"

1952 (4.5.) 

Wahl zur Gemeindevertretung: SPD = 62 Prozent und FDP 27 Prozent der gültigen Stimmen

1954

Beginn des Baus der Wasserleitung

1955 (7.5.) 

Gründung der Freien Wählergemeinschaft FWG

1955 (24.6.) 

Die Gemeindevertretung lehnt einstimmig den Antrag des Besatzungsamtes ab, den US- Streitkräften im Heidewald für militärische Übungszwecke Gelände zur Verfügung zu stellen

1956 (31.8.)

Die Gemeindevertretung protestiert gegen die unerlaubte Durchführung von Übungen der US- Streitkräfte

1956(31.8.) 

Bildung der „Turn- und Spielvereinigung 84/08"

1956 (Okt.)

Wahl zur Gemeindevertretung: Die FWG erhält 417 und die SPD 349 der abgegebenen Stimmen. Heinz Molitor (FWG) wird mit 7 : 5 Stimmen von der Gemeindevertretung zum ehrenamtlichen Bürgermeister von St. gewählt.

1956 (16.12.) 

Glockenweihe der neuen Johannesglocke „Stimme des Friedens"

1957 (Okt.) 

Gründung der Ortsgruppe der Jungsozialisten (JUSOS) durch W. Herbst

1958 (April)

Gründung des DGB-Ortskartells durch W. Herbst u.a. Gewerkschafter Steinbachs

1958 (9.10.) 

Annahme der Hauptsatzung der Gemeinde durch die Gemeindevertretung

1200 Jahre Steinbach: Das Buch